Hacki, Einleitung

An einem brütend heißen Sommertag saß er da. Auf den ersten Blick ziemlich lässig, der zweite Blick hätte dann vielleicht auch eine gewisse Verunsicherung offenbart, die er aber selber nie zugeben würde. Aber wer schaut schon zweimal hin?

Auf den Hackeschen Höfen, an einer Kellertreppe im Hof IV saß er. Es war staubig und die Sonne schien den Staub von Minute zu Minute noch feiner zu pulverisieren. Wie ist er dort hingelangt? Er schweigt darüber und so sind wir im Moment auf Vermutungen angewiesen. Ist er aus einer Kinderhand gefallen, die beim Einschlafen in der Hitze den festen Griff um seinen Hals geöffnet hat? Oder ist er selbst geflüchtet? Ist er ein Flüchtling, ein Vagabund?

Ich habe ihn gesehen, aber ich bin vorbeigegangen und zunächst auch nur einen Blick übrig gehabt. Er sah nicht aus, als ob er nach Aufmerksamkeit und einem zweiten Blick suchte. Ich schlenderte zu der Bank neben dem Brunnen bei dem schiefen Baum und setzte mich in den Schatten. Ein schöner Tag, wenn auch etwas zu warm.

Dann räusperte er sich wie zufällig. Ich schaute in seine Richtung. Er rührte sich nicht, räusperte sich aber nochmals. Ich stand auf, ging hinüber, sah auf ihn hinab, verstand und als ich ihn griff, deutete er ein Nicken an und sagte: „Endlich, und nun nichts wie weg hier.“

FORTSETZUNG FOLGT …